Institute for Web Science and Technologies · Universität Koblenz - Landau
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Fünf Papiere auf Hochrangigen Web-Tagungen akzeptiert

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Intensive Forschung im letzten Halbjahr führte zu einer Vielzahl von neuen Forschungserkenntnissen im Institute for Web Science and Technologies. Fünf daraus resultierende Papiere wurden auf hochkompetitiven Web-Konferenzen akzeptiert.

Auf der prestigeträchtigsten WWW Konferenz in Rio de Janeiro wird das Papier von Jérôme Kunegis, Julia Preusse und Felix Schwagereit ("What Is the Added Value of Negative Links in Online Social Networks?") vorgestellt. Während die meisten sozialen Plattformen nur eine Eingabe und Darstellung von positiven Beziehungen erlauben (z.B. "Freundschaft" oder "Vertrauen"), können die Autoren zeigen, dass negative Verknüpfungen (z.B. "Mißtrauen") wertvolle Signale sind, um das Netzwerk zu verstehen und Voraussagen zu treffen.

Jérôme Kunegis,  Marcel Blattner und Christine Moser haben untersucht, wie das Wachstum in Netzwerken strukturell modelliert werden kann ("Preferential Attachment in Online Networks: Measurement and Explanations"). Das Papier wurde auf der zentralen Web Science  Konferenz akzeptiert. Ihre Hauptbeobachtung ist, dass das klassische Modell des "Preferential Attachment" viele Wachstumseffekte erklären kann, aber die Annahme der Linearität zu stark ist und in vielen Netzwerken generalisiert werden muß, um real beobachtete Daten erklären zu können.

Zwei Papiere wurden auf der starken Seventh International AAAI Conference on Weblogs and Social Media (ICWSM 2013) akzeptiert: Julia Preusse, Jérôme Kunegis, Matthias Thimm, Thomas Gottron und Steffen Staab diskutieren, welche strukturelle Eigenschaften in Wissensnetzwerken wie Wikipedia wichtig sind, um das Hinzufügen oder Wegnehmen von Verknüpfungen vorherzusagen. Gerade die gemeinsame Betrachtung beider Änderungsarten führt zu aussagekräftigeren Modellen, deren Vorhersagekraft bereits alleine auf rein strukturellen Eigenschaften beruht.

Auf der gleichen Konferenz werden Nasir Naveed, Thomas Gottron und Steffen Staab ihre Forschung zur Auswahl von Produktkommentaren vorstellen ("Feature Sentiment Diversification of User Generated Reviews: The FREuD Approach"). Das Papier schlägt ein Verfahren vor, dass Verbrauchern im Web dabei hilft, eine kleine Menge von Produktbewertungen so auszuwählen, dass dennoch ein differenziertes Urteil über das jeweilige Produkt gebildet werden kann.

Schließlich führte Forschung zum Semantic Web zu dem Paper von Stefan Scheglmann, Steffen Staab, Matthias Thimm, and Gerd Gröner ("Locking for Concurrent Transactions on Ontologies"). Auf der 10th Extended Semantic Web Conference (ESWC2013) wird dargestellt, wie mehrere Benutzer (fast) gleichzeitig auf Ontologien zugreifen und diese verändern können, ohne dass durch die Begriffsbeschreibungen und Inferenzen Inkonsistenzen oder unerklärliche Schlussfolgerungen geschehen. Hierfür wird ein Synchronisationsmechanismus vorgestellt und empirisch evaluiert.


19.03.13

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