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Keynote und Papiere von WeST zu Semantic Web auf der diesjährigen ESWC-Konferenz

Die Extended Semantic Web Conference (ESWC) ist eine der wichtigsten Konferenzen im Bereich des Semantic Web und angrenzender Forschungsthemen. Das Institut für Web Science and Technologies ist dort mit einer Keynote von Prof. Dr. Steffen Staab und gleich mit mehreren Papieren vertreten.

In seiner Keynote geht Steffen Staab davon aus, dass die Forschung bislang nicht die adäquaten Programmierparadigmen zum Umgang mit den Daten des Semantischen Web gefunden hat. Daher stellt Professor Staab empirische Untersuchungen zu den Daten des Semantischen Webs vor und beschreibt jüngste Entwicklungsansätze im Semantischen Web, die die Kluft zwischen Data Engineering und Programmieransätzen reduzieren sollen.

Im Papier „Perplexity of Index Models over Evolving Linked Data“ befassen sich Thomas Gottron und Christian Gottron mit der Genauigkeit und Stabilität von zwölf verschiedenen Indexmodellen über dynamischen Daten in der Linked Data Cloud. Eine interessante Beobachtung ist die verhältnismäßig gute Stabilität von schema-basierten Indexstrukturen.

Der zweite Beitrag trägt den Titel „Survey on Common Strategies of Vocabulary Reuse in Linked Open Data Modeling“. Johann Schaible, Thomas Gottron und Ansgar Scherp untersuchen hier, wie Linked-Data-Experten ihre Daten im Web modellieren und wie sie die semantischen Vokabularen für deren Beschreibung wählen. Die Ergebnisse zeigen, wie solche Aspekte wie die Angemessenheit und Popularität der Vokabulare oder die Struktur der Daten diese Auswahl beeinflussen.

Im dritten Papier „Providing Alternative Declarative Descriptions for Entity Sets using Parallel Concept Lattices“ beschäftigen sich Thomas Gottron, Ansgar Scherp and Stefan Scheglmann mit der Suche nach alternativen deklarativen Beschreibungen für Daten. Die Motivation für diese Arbeit ist, Nutzer bei der Suche nach einer passenden Beschreibung zu unterstützen. Eine solche Beschreibung kann beispielsweise in der Form einer formalen Anfrage erfolgen oder durch eine facettierte Suche. Die im Papier vorgestellte Lösung soll dabei durch radikal andersartige Beschreibungen der gleichen Daten neue Blickwinkel auf die Daten eröffnen. Der Ansatz basiert auf einer formalen, theoretischen Grundlage und wurde im Kontext der Suche nach Linked Data evaluiert.

Andreas Kasten, Ansgar Scherp, und Peter Schauß (Forscher, die dem Institut WeST nahe stehen) präsentieren das Forschungspapier „A Framework for Iterative Signing of Graph Data on the Web“. Das Framework definiert Schnittstellen für verschiedene Algorithmen zum Signieren von Graph-Daten. Darüber hinaus erlaubt es iteratives Signieren sowie gleichzeitiges Signieren von mehreren Graphen. Im Papier werden vier Konfigurationen des Frameworks analysiert, die aus verwandten Arbeiten abgeleitet wurden.

10.04.2014