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DFG Projekt: CORG - Cognitive Reasoning

Mittels Cognitive Computing lassen sich Probleme angehen, die durch Mehrdeutigkeit und Unsicherheit charakterisiert sind, also gerade solche, mit denen Menschen im täglichen Leben konfrontiert werden. Wird von einem Systems für Cognitive Computing erwartet, dass es sich wie ein Mensch verhält, reicht es nicht aus, sich nur auf Methoden des Automatischen Theorembeweisens zu beschränken, da menschliches Schlussfolgern in der Regel nicht den Regeln klassischer Logik folgt. Dadurch sind Menschen zwar einerseits anfällig für logische Fehlschlüsse und Täuschungen, andererseits aber in der Lage, logische Schlussfolgerungen zu ziehen, zu denen automatische Theorembeweiser nicht in der Lage sind: Menschen können trotz unvollständigem und inkonsistentem Wissen Schlussfolgerungen ziehen, mit Normen und sogar widersprüchlichen Normen umgehen und ihre Entscheidungen schnell überdenken, wenn sie mit neuen Informationen konfrontiert werden. Diese Vielseitigkeit menschlichen Schließens legt nahe, dass jeder Versuch menschliche Schlussfolgerungen zu modellieren, eine Kombination von vielen verschiedenen Techniken verwenden muss. Ziel dieses Projektes ist es, ein System zum Cognitive Computing zu erstellen. Dafür werden unter anderem Aspekte menschlichen Schließens wie Emotionen und zwischenmenschliche Interaktionen modelliert und klassische Logik mit normativem Schließen und Techniken des maschinellen Lernens kombiniert. Dies wird nicht nur auf theoretischer Ebene durchgeführt werden, sondern die verschiedenen Komponenten, die das menschliche Schlussfolgern modellieren, werden entwickelt und zu einem System für Cognitive Computing kombiniert. Dieses wird dann mit Hilfe von Benchmarks evaluiert.
 

Allgemeine Informationen

Laufzeit:

  • voraussichtlich Februar 2018 - Januar 2021

Geldgeber:

  • DFG - Deutsche Forschungsgemeinschaft

Partner:

Beteiligte: 

Dr. Claudia Schon

schon@uni-koblenz.de