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Schau genau!

Schau genau! startete im Sommersemester 2013 als Projektpraktikum der damaligen WeST-Mitarbeiter Tina Walber und Christoph Schaefer. Ziel der Lehrveranstaltung war es ein Videospiel zu entwickeln, das allein durch Augenbewegungen gesteuert wird. Das Spiel sollte nicht nur Spaß machen, sondern auch die Augenbewegungen der Nutzer analysieren, um daraus Informationen über die auf dem Bildschirm angezeigten Bilder abzuleiten.
 

Screenshot von Schau genau!

Der Spieler steuert einen Schmetterling über eine Blumenwiese und muss möglichst viele Blumen aufsammeln. Zusätzlich werden hin und wieder der Name einer Blumenart und zwei Blumenbilder eingeblendet, woraufhin der Spieler das zu dem Blumennamen passende Bild auswälen soll. Im Anschluss sammelt er wieder weitere Blumen auf. Navigiert der Spieler den Schmetterling in eins der immer wieder auftauchenden Spinnennetze, endet das Spiel.

Die Interaktion mit dem Spiel erfolgt nahezu ausschließlich über die Augenbewegungen der Nutzer. Ermöglicht wird dies durch eine neue Generation von Eyetrackern, die im Vergleich zu ihren Vorgängern stark verkleinert, technisch optimiert und preiswerter geworden ist. Die Steuerung mit den Augen benötigt keine Kenntnisse über Computer oder technische Eingabemethoden wie Mäuse und erlaubt damit einer breiten Zielgruppe die Nutzung. Eye-Tracker, Computer und Bildschirm sind in einem eigens angefertigten Gehäuse untergebracht, das an traditionelle Videospielautomaten angelehnt ist. 

Besucherinnen spielen Schau genau! auf der Landesgartenschau

Von April bis Oktober 2015 war Schau genau! Teil des Ausstellungsbereichs der Universität Koblenz-Landau auf der Landesgartenschau in Landau und lockt täglich interessierte Besucher an. Das Exponat veranschaulicht nicht nur einer breiten öffentlichkeit die am Institut WeST untersuchten Technologien, sondern trägt auch selbst zur Forschung bei: Anonyme Statistiken und gelegentliche Nutzerbefragungen erheben die Usability unterschiedlicher Konzepte zur Steuerung des Spiels mit den Augen und tragen so dazu bei, die Technik künftig noch nutzerfreundlicher zu gestalten. Teils fließen die gewonnenen Erkenntnisse in das EU-Projekt MAMEM ein, in dem der Einsatz von Eye-Tracking und Hirnstromscannern dazu beitragen soll, gelähmten Personen die Interaktion mit dem Computer zu ermöglichen.

Dabei ist Schau genau! nur eine mögliche Anwendung derartiger Eye-Tracking-Technologie. ähnliche Verwendungsszenarien ergeben sich bspw. in Museen, die den Besuchern in interaktiver Form Informationen bereitstellen möchten, dabei aber auf komplizierte Steuerungskonzepte oder ungenaue Gestenerkennungen verzichten wollen. Auch für Unternehmen, die ihre Produkte auf Ausstellungen präsentieren wollen, ermöglicht die Box neue Darstellungsformen. Der Einzelhandel wiederum könnte mit derartigen Konzepten den Kunden auf spielerische Weise das Sortiment entdecken und Angebote vergleichen lassen.
 






Software:

Laufzeit

  • TBD

Geldgeber

  • TBD

Partner

  • TBD
Beteiligte: 

Dr. Ulrich Wechselberger

wechselberger@uni-koblenz.de

Publications:
N/A

Christoph Schaefer

chrisschaefer@uni-koblenz.de

Publications:
N/A

Dr. Tina Walber


Publications:
N/A