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Seminar Service-orientierte Architekturen

4.1.23, WS 2007/2008

 Prof. Dr. Steffen Staab   Prof. Dr. Rüdiger Grimm  Dr. Christoph Ringelstein   Daniel Pähler

Aktuelles - Termine - Inhalt - Scheinerwerb - Themen

Termine

  Bitte beachten Sie die folgenden Termine:

  • Vorbesprechung: Montag, 22.10., 10 Uhr c.t., C 208
  • Vorträge: Ab dem t.b.a. entweder jeweils Montags 10 Uhr c.t., C 208 oder alternativ als Blockseminar
  • Anmeldung: Die MeToo-Anmeldung zu dem Seminar läuft bis zum 21.10.2007, 20:00 Uhr.

Inhalte des Seminars

  Service-orientierte Architektur (SOA) hat sich als ein wertvolles Werkzeug erwiesen, um innerhalb eines Unternehmens mit heterogenen verteilten Infrastrukturen so umzugehen, dass Kosten und Risiken reduziert und Effizienz und Agilität erhöht werden. Dementsprechend wird diese Enterprise SOA inzwischen umfangreich und erfolgreich von den "Early Adopters" genutzt und inzwischen von der großen Mehrzahl der Unternehmen aufgenommen.

SOA ist aber gerade auch angetreten, um die IT-Landschaften verschiedener Unternehmen zu verknüpfen und so die Wertschöpfungsnetzwerke in der virtuellen Organisation günstiger, effizienter und agiler zu gestalten. Was technisch gar keine völlig neue Situation darstellt, erweist sich in der Praxis aber äußerst schwierig zu realisieren:

  • Sicherheit: In der Inter-Unternehmenskommunikation gewinnt die Problematik der Sicherheit einen neuen Stellenwert.
  • Vertraulichkeit und Datenschutz: Die Behandlung und Weitergabe von kritischen Daten (personenbezogene Daten, Intellectual Property, ...) über Unternehmensgrenzen ist auch zwischen Kooperationspartnern ein sensitives Thema oder unter Umständen sogar gesetzlich verboten.
  • Service Governance und Monitoring: Die Verwaltung und Überwachung der Dienstaktivitäten ist zwar nicht prinzipiell anders als im Unternehmen, aber durch die größeren legalen und pragmatischen Schranken zwischen den Unternehmen nochmals erschwert.

In diesem Seminar sollen Themen zu verschiedenen Kernaspekte von SOA betrachtet werden.

Zielgruppe: Studierende der Informatik oder Computervisualistik im Hauptstudium

Bedingungen für den Scheinerwerb

  Für den Scheinerwerb gelten folgende Bedingungen:

  • Halten eines selbständig und sorgfältig erarbeiteten Vortrags von ca. 30 Minuten mit anschließender 15 minütiger Diskussion. Der Vortrag muss 1 Woche vor dem Termin mit dem Betreuer besprochen werden.
  • Anwesenheit bei allen Seminarvorträgen und Beteiligung an der Diskussion nach den Vorträgen.
  • Schriftliche Ausarbeitung von 10-15 Seiten Umfang. Die Formatierung soll sich an den Formatvorlagen der LNCS-Reihe des Springer Verlags orientieren. Vorlagen für LaTeX und MS Word können von der Springer-Webseite heruntergeladen werden. Die Ausarbeitung muss im PDF Format eingereicht werden. Die Ausarbeitung muss zwei Wochen vor dem Vortrag zur Verfügung stehen. Die finale Version der Ausarbeitung, die das Feedback vom Vortrag enthält, muss zwei Wochen nach dem Vortrag abgegeben werden. Die finale Version und der Vortrag bilden die Grundlage für das Bestehen des Seminars.

Ausarbeitungen

Die Ausarbeitungen des Seminars werden im Konferenz-Management System OpenConf (Die Seite wird nach der Themenvergabe eingerichtet) verwaltet und begutachtet. Dabei gelten folgende Regeln:

  1. Die Ausarbeitung muss zwei Wochen vor dem Vortrag im OpenConf eingereicht worden sein. Bis zu diesem Zeitpunkt können Sie Ihren Beitrag jederzeit aktualisieren. Verletzung der Deadline führt zur Disqualifizierung und Nichtzulassung zum Vortrag; unnvollständige Ausarbeitungen und Platzhalter können nicht akzeptiert werden!
  2. Die eingereichte Ausarbeitung wird von Betreuern sowie anderen Teilnehmern des Seminars wissenschaftlich begutachtet. Die Zuweisung der zu begutachtenden Beiträge, Deadlines und Zugangsdaten erhalten Sie von Ihrem Betreuer. Alle Gutachten müssen am Tag des Vortrages im OpenConf System verfügbar sein.
  3. Die Endversion der Ausarbeitung muss zwei Wochen nach dem Vortrag, ebenfalls über OpenConf, eingereicht werden. Diese Version soll Kritikpunkte und Verbesserungsvorschläge (aus dem Feedback der Reviewer und aus der Diskussion nach dem Vortrag) unbedingt berücksichtigen. Die Endversion bildet (zusammen mit dem Vortrag) die Grundlage für das Bestehen des Seminars.

Themen

  Im folgenden die Liste der Themen (die genannte Literatur sind nur Beispiele und sollen lediglich einen Einstieg zum Thema bieten):

  1. Policies:

    Stefan Tai, Thomas Mikalsen, Eric Wohlstadter, Nirmit Desai, Isabelle Rouvellou: Transaction policies for service-oriented computing. In Data & Knowledge Engineering. Special issue: Contract-driven coordination and collaboration in the internet context. 51 (1) (October 2004), pp59-79, 2004

  2. Security:

    Sam Weber, Paula Austel, Michael McIntosh: A Framework for Multi-Platform SOA Security Analyses. In Proceedings of International Conference on Web Services (ICWS 2007), 2007

  3. Trust:

    Theo Dimitrakos: A Service-Oriented Trust Management Framework. In R. Falcone et al. (Eds.): AAMAS 2002 Ws Trust, Reputation..., LNAI 2631, pp. 53–72, 2003. Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2003

  4. Provenance:

    Kwok Cheung, Jane Hunter: Provenance Explorer - Customized Provenance Views Using Semantic Inferencing. In: 5th International Semantic Web Conference, ISWC2006, (215-227), Athens, GA, USA, 2006

  5. Auditing:

    J.G. Cederquist, R. Corin, M.A.C. Dekker, S. Etalle and J.I. den Hartog: An Audit Logic for Accountability. In: 6th Int. Workshop on Policies for Distributed Systems & Networks (POLICY), Stockholm, Sweden. pp. 34-43. IEEE Computer Society. 2005

  6. Negotiation:

    Ahmed Elfatatry and Paul Layzell: A negotiation description language. Software—Practice and Experience, 2005, 35 (4), pp 323–343

Basierend auf den Literaturangaben und in Absprache mit dem Betreuer muss selbstständig nach weiterer relevanter Literatur gesucht werden. Die für jedes Thema aufgeführten Referenzen sollten alle im Internet frei verfügbar sein. Zum Auffinden selbiger und weitergehender Literatur sind z.B. Google Schoolar, Citeseer, sowie DBLP hilfreich.