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Projektpraktikum Linked Open Data

"What's hot on Twitter"

Ansprechpartner

Dr. Thomas Gottron, Dr. Ansgar Scherp

Aktuelles

Die erste Vorbesprechung findet am 15.7. um 14.00 Uhr im Raum B-132 statt.

Beschreibung

Aufgaben dieses Praktikums ist es, eine Verknüpfung zwischen Twitter-Nachrichten und öffentlich zugänglichen Daten herzustellen, beispielsweise zu Wikipedia oder Flickr. Ausgangspunkt soll immer eine Suche über Twitter-Nachrichten sein. Die Ergebnissen der Suche werden dann analysiert und in Bezug zu externen Datenquellen gesetzt. Von besonderem Interesse sind dabei Zusammenhänge, die in einen geographischen Kontext gesetzt werden können, um diese auf einer Karte anzuzeigen. Dadurch können interessante Orte zu bestimmten Themen ausfindig gemacht werden.

Beispielhaft könnte eine Suche nach "BuGa" dazu dienen, Twitter-Nachrichten über die Bundesgartenschau zu finden. Ausgehend von diesen Nachrichten werden nun Bezüge zu Schlagworten oder bestimmten Twitter-Nutzern hergestellt, die wiederum einen geographischen Kontext aufweisen. So könnte das Schlagwort "Koblenz" gehäuft mit "BuGa" auftreten und über Wikipedia ein geographischer Bezug hergestellt werden.

Um Bezüge zu anderen Daten herzustellen, soll vorrangig Linked Open Data (LOD) zum Einsatz kommen. LOD beschreibt den Ansatz, Daten im Web öffentlich zur Verfügung zu stellen und mit anderen Daten zur verknüpfen. Im Prinzip lässt sich LOD mit der Idee des klassischen Webs auf der Basis von HTML-Dokumenten und Hyperlinks vergleichen. Anstatt jedoch mehr oder weniger darstellungsorientierte Dokumente für Menschen zu veröffentlichen werden eben Daten oder Informationen und deren Zusammenhang online gestellt. Basistechnologien zu LOD sind Uniform Resource Locators (URIs) zur eindeutigen Bezeichnung von Entitäten und das Resource Description Framework (RDF) zur Darstellung von Verknüpfungen. Als Abfragesprache über den Datenquellen hat sich SPARQL etabliert.

Im Rahmen des Praktikums sollen die nötigen Techniken zum Umgang mit LOD erlernt und angewendet werden. Die hergestellten Bezüge zu den Twitter-Nachrichten sollen in einer mobilen Anwendung visualisiert werden, welche die LOD Informationen in einen geographischen Kontext setzt. Als Basis für diese mobile Anwendung wird das im Institut WeST entwickelte mobile System STEVIE dienen. STEVIE erlaubt eine mobile kollaborative Erstellung und Verteilung von Points of Interest (POI) und Ereignissen. 

Zielgruppe

Die Veranstaltung richtet sich vorrangig an Studierende in den Bachelorstudiengängen Informatik,  Computervisualisitik und Informationsmanagement.

Ablauf

  • Vorbesprechung am 15.7.2010 um 14.00 Uhr
  • Kickoff Meeting zu Semesterbeginn mit detaillierterer Aufgabenstellung und Vorstellung von STEVIE.
  • Regelmäßige, wöchentliche Treffen innerhalb der Gruppe. Wochentag und Uhrzeit für diese Treffen werden im ersten Seminar mit den Teilnehmern festgelegt. Für die Treffen ist jeweils ein Protokoll zu verfassen.
  • Regelmäßige, monatliche Treffen mit Betreuern um Zwischenergebnisse zu präsentieren. Weitere Termine können nach Bedarf abgemacht werden.
  • Abschlussdokument, welches einen Überblick über die Architektur und den Nutzen des Systems gibt.
  • Abschlusspräsentation

Alle Arbeiten während des Praktikums sind von einem unter den Teilnehmern auszuwählenden Projektleiter zu koordinieren und zu überwachen. Trotzdem stehen die Betreuer den Teilnehmern jederzeit zur Verfügung, falls Fragen zur Vorgehensweise auftreten sollten. Den Abschluss des Projektpraktikums bildet eine Präsentation des Projekts inklusive einer Demo.

Interessante Links und Quellen

W3C Linked Data

How to Publish Linked Data on the Web

Linked Data - Connected Distributed Data across the Web

Linked Data design issues

STEVIE