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Forschungspraktikum Digitalisierung, Bürger und Demokratie (entfällt)

Aufgrund der geringen Nachfrage muss das Forschungspraktikum leider entfallen. 

Hintergrund

Der digitale Wandel und das Internet ändern die Beziehung zwischen Gesellschaft und Politik. Heute bietet uns die Technik völlig neue Möglichkeiten, fördert aber auch Probleme zutage, zum Beispiel:

  • Politische Diskurse können durch den Informationsreichtum im Web viel fundierter geführt werden, doch Fake News und Filter-Bubbles verfälschen die öffentliche Wahrnehmung. Jeder Mensch mit Internetanschluss kann sich online Gehör verschaffen, aber Cyberbullying kann eine demokratische Kompromissfindung unmöglich machen.
  • Das Web bietet völlig neue Formen der Bürgerbeteiligung, digitale Spaltung kann aber auch soziale Exklusion fördern. Menschen können sich online zum gesellschaftlichen Wohl oder demokratischer Meinungsäußerung organisieren, gleichzeitig ist das Web aber eine Plattform für antidemokratischen Aktivismus.
  • Auch kann die Digitalisierung bei der Entscheidungsfindung helfen. Interaktive Simulationen für Bürger und Politik können Zukunftsszenarien und die Konsequenzen demokratischer Entscheidungen plastischer gestalten. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass minderwertige Daten und Modelle können diese Entscheidungsfindung verfälschen.

Aufgaben

Die Studierenden entwickeln aus der Fülle der möglichen Themen zu politischen Diskursen, Bürgerbeteiligung oder Entscheidungsfindung eine mehr oder weniger technisch orientierte Idee, die entweder neue Möglichkeiten der Digitalisierung für die Demokratie nutzbar macht oder ein bestehendes Problem adressiert. Zur Ideenfindung wenden die Studierenden verschiedene Kreativitätsmethoden, insbesondere die Methode Design Thinkings an.
Die Idee wird im Laufe des Praktikums ausdifferenziert und zu einem konkreten Konzept ausgearbeitet, wobei hierzu ein Online Tool zur Entwicklung und Überprüfung von Ideen (http://gründungskultur.de/de/ideen-campus.html) zum Einsatz kommt.
Das Konzept wird schließlich wieder unter Zuhilfenahme der Methode Design Thinking prototypisch umgesetzt und auf eine mögliche Einsatz- und/oder Marktfähigkeit geprüft. Es wird angestrebt, den Prototyp auf dem 12. Demokratietag Rheinland-Pfalz im Herbst 2017 zu präsentieren.

Anforderungen an den Leistungsnachweis

  • Konzeptpapier
  • Zwischen- und Abschlusspräsentationen
  • Prototyp
  • Abschlussbericht inkl. kritischer Evaluation des Projekts

Zielgruppe

Masterstudierende aller Studiengänge aus dem Fachbereich Informatik

Teilnehmer

max. 15

 

Betreuung

Dr. Kornelia van der Beek (Zentrales Institut für Scientific Entrepreneurship & International Transfer)
Dr. Ulrich Wechselberger (Institute for Web Science & Technologies)
Dr. Björn Höber (Institut für Management)